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UN-Sicherheitsrat gegen Lösegeldzahlungen an Geiselnehmer

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UN-Sicherheitsrat gegen Lösegeldzahlungen an Geiselnehmer

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Hunderte von Millionen Dollar hätten die islamistischen Terroristen über die Jahre hin kassiert. Geiselnahme habe sich zu einem “Wirtschaftszweig” zur Geldbeschaffung entwickelt, argumentieren die Diplomaten. Dabei war schon 2001 eine von Großbritannien formulierte Resolution angenommen worden, die diese Praxis beenden sollte. Darin hiess es, politischer Druck müsse an die Stelle der Barzahlungen treten, wolle man dem Kreislauf von “Geiselnahme-Zahlung-für die nächste Geiselnahme besser ausgerüstete Verbrecher” endlich durchbrechen. Amerikanische Experten schätzen, das terroristische Organisationen durch den Freikauf von Geiseln im letzten Jahrzehnt um die 120 Millionen Dollar kassiert haben. Da sich nicht alle Regierungen gleich verhalten, hätten auch die Geiselnehmer sich auf bestimmte Zielgruppen eingestellt, eben Bürger jener Staaten, die zahlen. So habe der französische Präsident Francois Hollande zwar zugesagt, kein Lösegeld mehr lockermachen zu wollen. Kenner der Szene bezweifeln aber, dass in Paris auch wirklich so gehandelt werde. Franzosen waren in den letzten Jahren die bevorzugten Opfer von Geiselnehmern aller Couleur. Die Resolution des Sicherheitsrates wird von folgenden acht Mitgliedsstaaten unterstützt: USA, Russland, Großbritannien, Kanada, Deutschland, Frankreich, Italien und Japan.