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Panama: ein Land auf der Überholspur

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Panama: ein Land auf der Überholspur

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Ein Ort als Spiegelbild des ganzen Landes: Panamastadt ist in permanenter Veränderung.

In den vergangen fünf Jahren hat das Land mit 3,6 Millionen Einwohnern ein jährliches Wachstum von 10% vorgelegt. Es gehört zu den fünf wachstumsstärksten Nationen der Welt.

Bis 2020 werden aufstrebende Wirtschaftsmächte wie Panama 70% des weltweiten Wachstums erzeugen. Gute Möglichkeiten nicht nur für große Unternehmen, sondern vor allem für kleine und mittlere europäische Betriebe, die stärker auf internationationalen Märkten agieren wollen.

Das ist das Ziel der Initiative “Mission For Growth” der EU-Kommission, die sich an die Industrie und an Unternehmer richtet. Sie fand zuletzt in Panama statt, war aber auch schon in Argentinien und Paraguay zu Gast. Etwa 40 europäische Unternehmer haben an der Mission teilgenommen. Höchstes Ziel ist der Kampf gegen Standortverlagerungen.

Der EU-Kommissar für Industrie Antonio Tajani erklärt: “Internationalisierung ist die Lösung gegen Standortverlagerungen. Man darf keine Produktionsstätten in Europa schließen. Man muss weiter in Europa arbeiten, doch die Arbeit auch auf andere Länder ausweiten: Mit Joint Ventures und neuen Fabriken in anderen Ländern.”

Seit einigen Jahren wurde “Missions for Growth” in etwa zwanzig Ländern organisiert. Dank der Initiative konnten etwa 600 europäische Unternehmen einen Internationalisierungsprozess beginnen.

Seit langem arbeiten europäische Unternehmen in Panama. Viele sind an der Erweiterung des Panamakanals beteiligt.

Durch die Vergrößerung, die bis 2016 abgeschlossen sein soll, könnte der Kanal seine Kapazitäten verdreifachen. Gute Betätigungsfelder auch für kleine und mittlere Betriebe aus Europa.

Tajani meint, “wenn wir Arbeitslosigkeit bekämpfen wollen, dann müssen unsere 24 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen wachsen. Wachstum beschränkt sich zu stark auf große Betriebe, aber Arbeitsplätze werden eher von Mittelständlern geschaffen.”

Der Hoch- und Tiefbau ist ein vielversprechender Sektor für europäische kleine und mittlere Betriebe. Es gibt aber auch Möglichkeiten im Energie-, Telekommunikations-, Transport-. Logistik und Tourismussektor. Panama ist politisch stabil und in einer besonderen strategischen Situation.

Roberto Henríquez, Sekretär der panamischen Präsidentschaft, erklärt, “Panama hat ein Freihandelsabkommen mit den USA, mit Kanada, Singapur, Chile, Peru und mit Taiwan. Angesichts so vieler Staaten, die Handel mit Panama treiben, ist Panama eine wahre Eintrittskarte zu anderen Märkten.”

Panama hatte schon immer privilegierte Handelsverbindungen zu Europa. Heute ist die EU einer der wichtigsten Handelspartner Panamas, gleich hinter den USA. Europäische Unternehmen sind die ersten Investoren in Panama, noch vor den US-Amerikanern.

Die Vize-Präsidentin Panamas Isabel Saint Malo prophezeit: “Panama wird weiter wachsen. Europäischen Investoren stehen Türen und Tore offen. Das ist wichtig für uns. Denn wir wollen ebenfalls die panamaischen Investitionen in Europa fördern.”

Aber Achtung, die Konkurrenz schläft nicht. Auch andere südamerikanische Länder und China wollen vom panamaischen Wachstum profitieren.