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Familienporträt mit Muhammad Ali

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Familienporträt mit Muhammad Ali

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Mit dem Familienvater und Privatmann hinter der Boxlegende Muhammad Ali befasst sich die Dokumention von Clare Lewins “I Am Ali”, ein sensibles Familienporträt. Die Töchter des Boxers, Ex-Frau Veronica und sein Sohn Muhammad jr. kommen zu Wort.

Die britische Filmemacherin hatte Zugang zu den Privatarchiven, auch zu Alis persönlichem Audiotagebuch.

Clare Lewins: “Ich bin eher ein zurückhaltender Mensch. Als ich die Aufnahmen aus dem Audiotagebuch zum ersten Mal hörte, fühlte ich mich fast wie in Voyeur, der diese ausgesprochen privaten Momente belauscht. Doch je mehr ich zuhörte, desto mehr spürte ich diese große Liebe in seiner Stimme. Er spricht über seine Kinder und man spürt, wie sehr er seine Familie liebt und das Leben. Und am Ende sagt er es selbst, wenn jemand fragt, warum ich diese Kassetten aufgenommen habe? Weil das Leben so wunderbar ist. Ich finde das jedes Mal unglaublich bewegend.”

Ali sagte von sich selbst vor laufender Kamera: “Ich bin der Größte”, und ließ die Muskeln spielen.

Dass er in Wirklichkeit ein sensibler und ziemlich bescheidener Menschen war, beweisen die Tonbandaufnahmen, die Clare Lewins in ihre Dokumentation einfließen lässt.

Maryum ‘May May’ Ali, Tochter des Boxers: “Ich war ein Kind, als er weltberühmt war. Ich musste ihn mit der ganzen Welt teilen. Aber gleichzeitig wurde er von allen geliebt. Von dieser Liebe haben wir auch etwas abbekommen. Und das war wunderschön, denn er wurde von den Leuten bewundert. Wir waren sehr stolz auf ihn.”

Hana Ali, Tochter des Boxers: “Ich gab in der Schule an: ‘Mein Vater ist Muhammad Ali, ich kann machen, was ich will!’ Er setzte sich dann neben mich und erklärte mir, dass die Welt einen anders behandelt, wenn man berühmt ist. Aber deswegen ist man kein besserer Mensch. Das Einzige, was einen noch größer macht, ist das Herz. Er klärte das, als noch sehr jung war, um sicher zu gehen, ich mir keine falschen Ideen mache und dass Ruhm nicht das Wichtigste ist.”

“I am Ali” ist bereits im deutschsprachigen Raum angelaufen und kommt nun in die britischen und irischen Kinos.