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Ebola: Hausdurchsuchungen in Sierra Leone

Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika haben die Behörden in Sierra Leone mit Hausdurchsuchungen begonnen. Damit will die Regierung

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Ebola: Hausdurchsuchungen in Sierra Leone

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Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika haben die Behörden in Sierra Leone mit Hausdurchsuchungen begonnen.

Damit will die Regierung infizierte Menschen sowie deren Kontaktpersonen ausfindig machen und in Gesundheitszentren unterbringen.

Die Maßnahme gelte vorerst für einen Monat und überwiegend für die Region um die Hauptstadt Freetown.

Ferner wurden Reisebeschränkungen innerhalb von Sierra Leone erlassen und die Öffnungszeiten von Märkten begrenzt.

Nach offiziellen Angaben sind in Sierra Leone mehr als neuntausend Ebola-Fälle registriert.

Präsident Ernest Bai Koroma

“Ich weiß, dass die Zeit großer Feiern in Sierra Leone begonnen hat. Die Familien feiern traditionell voller Freude und ausgelassen. Aber jeder sollte sich daran erinnern, dass wir einen Krieg gegen einen bösartigen Feind führen.”

Die Vereinten Nationen haben auf einer Konferenz in Äthiopien die Geberstaaten zum Erlass aller Schulden für die von Ebola am stärksten betroffenen Staaten aufgefordert.

Allein die drei ehemaligen Bürgerkriegsländer Guinea, Sierra Leone und Liberia schulden unter anderem dem Internationalen Währungsfonds zusammen 372 Millionen Dollar (298 Millionen Euro).

55 Millionen Dollar müssten innerhalb der nächsten zwei
Jahre zurückgezahlt werden.