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Kuba wünscht sich Ende des Embargos

Nach der politischen Annäherung von USA und Kuba wünscht sich Havanna nun das Ende des Handelsembargos. Doch Präsident Obama kämpft im Senat gegen eine republikanische Mehrheit, die seine neue Kub

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Kuba wünscht sich Ende des Embargos

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Nach Bekanntgabe der historischen Wende in den diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Kuba hofft Havanna nun auf die Aufhebung des seit 1962 geltenden Handelsembargos. Auch US-Präsident Barack Obama tritt für das Ende des Embargos ein. Gegen die republikanische Mehrheit im Senat dürfte das Vorhaben jedoch schwierig durchzusetzen sein. Die Republikaner kündigten bereits Widerstand gegen Obamas neue Kuba-Politik an.

In zeitgleichen Fernsehansprachen in Washington und Havanna hatten Obama und Kubas Staatschef Raul Castro am Mittwoch eine Normalisierung der diplomatischen Beziehungen angekündigt. US-Außenminister John Kerry erklärte: “Als Teil der Politik von Präsident Obama, diplomatische Beziehungen wieder aufzunehmen, wird Roberta Jacobson, die Staatssekretärin im Außenministerium, im Januar nach Kuba reisen. Sie wird dort die nächste Runde der amerikanisch-kubanischen Verhandlungen zu Problemen der Migration leiten. Und ich freue mich darauf, dann der erste US-Außenminister in 60 Jahren zu sein, der Kuba besucht.”

In Havanna soll in den kommenden Monaten zudem eine US-Botschaft entstehen, bisher gibt es nur eine Interessenvertretung.
Zum Handelsembargo wird es auch in Zukunft Ausnahmen geben, die hatte es bisher, etwa zu Agrarexporten und der Ausfuhr medizinischer Produkte gegeben.