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Weihnachten mit Ebola in Westafrika

Seit gut einem Jahr breitet sich die Ebola-Seuche in Westafrika aus. Es gab schon bessere Zeiten zum feiern. Trotzdem bemühten sich die Mitarbeiter

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Weihnachten mit Ebola in Westafrika

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Seit gut einem Jahr breitet sich die Ebola-Seuche in Westafrika aus. Es gab schon bessere Zeiten zum feiern. Trotzdem bemühten sich die Mitarbeiter der Ebola-Zentren in Sierra Leone um weihnachtliche Stimmung.

Immerhin gibt es nun eine kleine Erleichterung. Sogenannte Autoklaven, spezielle Dampfhochdruckkammern, sollen die Sterilisierung infektiöser medizinischer Instrumente und Abfälle vereinfachen. Bislang musste vieles verbrannt werden.

In Sierra Leone breitet sich das Virus noch besonders stark aus. Über den Norden, wo zuletzt 315 neue Fälle bestätigt wurden, verhängte die Regierung nun eine fünftägige Reisesperre.

Viele Menschen können deshalb ihre Angehörigen nicht besuchen. “Ich hatte Reisepläne, wie jedes Jahr, und ich wollte meine Ferien in meinem Dorf verbringen”, sagt eine Frau in Freetown. “Aber wegen Ebola kann ich jetzt nirgends hin.”

“Seit Ebola da ist machen wir keinen Umsatz”, klagt auch ein Ladenbesitzer. “Es ist ein Jahr her, dass wir unterwegs waren, die Fluggesellschaften haben ihre Preise erhöht, der Wechselkurs ist schlechter geworden, niemand kommt aus den Provinzen und so können wir nur rumsitzen.”

Knapp 7600 Ebola-Tote zählt die Weltgesundheitsorganisation inzwischen in Westafrika, bei fast 20.000 bestätigten Infektionsfällen.