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Tsunami: Gedenken an die Jahrtausend-Katastrophe

Auch im indischen Staat Tamil Nadu haben heute Überlebende der Opfer des Tsunamis gedacht. Die Naturkatastrophe hatte vor zehn Jahren im Süden

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Tsunami: Gedenken an die Jahrtausend-Katastrophe

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Auch im indischen Staat Tamil Nadu haben heute Überlebende der Opfer des Tsunamis gedacht. Die Naturkatastrophe hatte vor zehn Jahren im Süden Indiens 6.000 Menschen in den Tod gerissen.

Die Inderin Liguvariyal Daveed verlor damals ihren Sohn, ihre Mutter und zwei Enkel: “Die Angst bleibt immer da. Wenn wir das Meer sehen, erinnert uns das daran, dass es uns so viele Menschen weggenommen hat. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie sehr wir uns jetzt davor fürchten. Um nicht mehr in der Nähe des Ozeans zu sein, sind wir sogar in den Westen gezogen, weit weg vom Meer, in ein kleines Haus, das uns die Regierung zugeteilt hat.”

Am Strand des thailändischen Küstenortes Khao Lak versammelten sich zahlreiche Europäer, um sich an die über 5.000 Opfer zu erinnern.

Die Deutsche Claudia Geist war von dem Tsunami so schlimm verletzt worden, dass sie fast ihr Bein verloren hätte. Der Schock von damals sitzt immer noch tief: “Ich hatte nicht gedacht, dass es mich nach den zehn Jahren nochmal so bedrückt, weil ich in den vergangenen Jahren immer wieder hier war.
Aber es ist jetzt nochmal ein ganz anderes Erlebnis auch in der Verbundenheit mit all den anderen Menschen.

In Thailand starben rund 2.000 ausländische Touristen, die dort ihre Weihnachtsferien verbracht hatten. Insgesamt fielen rund 230.000 Menschen aus mehreren Dutzend Nationen der Riesenwelle zum Opfer.