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Griechenland: Neuwahlen ohne Gewähr

Griechenlands konservativer Regierungschef Antonis Samaras hat die Auflösung des Parlaments beantragt. Grund dafür war der nach drei Wahlrunden

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Griechenlands konservativer Regierungschef Antonis Samaras hat die Auflösung des Parlaments beantragt. Grund dafür war der nach drei Wahlrunden gescheiterte Versuch, einen neuen Präsidenten zu bestimmen.
Bei einem Treffen mit dem amtierenden Präsidenten Karolos Papoulias warf Samaras der Oppositionspartei Syriza Eigennützigkeit vor: “Das Parlament wird vorzeitig aufgelöst, die vorgezogenen Neuwahlen sind weder vom Volk gewünscht noch nötig, sie liegen allein im Interesse der Partei.”
Weiter sagte Samaras, die Zukunft des Landes stehe auf dem Spiel. Es gehe um den “Verbleib Griechenlands in Europa.”

Das sehen Politexperten wie Grigoris Tziovaras ähnlich: “Dies ist eine der entscheidendsten Wahlen der vergangenen Jahrzehnte. Ihr Ausgang wird über die Zukunft dieses Landes und seine Beziehung zu den europäischen Partnern entscheiden. Das Ergebnis wird stark von Einzelheiten dieses kurzen Wahlkampfes abhängen.”

Derzeit liegt Syriza, die stärkste Oppositionspartei in Umfragen vorn.
Unser Euronews-Korrespondent in Athen fasst zusammen: “Mit nur 26 Tagen dies der kürzeste Wahlkampf in Griechenlands moderner Politik sein. Die tiefen ideologischen Gräben zwischen den beiden Hauptanwärtern der Macht machen ihn gleichzeitig zu einem der politisch spannungsreichsten in der jüngeren Geschichte des Landes.”