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Ungeduld auf dem Maidan: Demonstranten fordern Donbass zurück

Tausende Menschen haben auf dem Maidan in Kiew an einem sogenannten Solidaritätsmarsch für die 13 getöteten Insassen eines Personenbusses im

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Ungeduld auf dem Maidan: Demonstranten fordern Donbass zurück

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Tausende Menschen haben auf dem Maidan in Kiew an einem sogenannten Solidaritätsmarsch für die 13 getöteten Insassen eines Personenbusses im ostukrainischen Wolnowacha teilgenommen. Die Regierungtruppen und Separatisten beschuldigen sich gegenseitig, am Dienstag eine Granate auf den Bus abgefeuert zu haben.

Präsident Petro Poroschenko versprach am Maidan unter Jubel erneut, den Donbass zurückzuholen. Für die Bewohner Kiews sind die Täter- und Opferrollen klar verteilt. “Die ukrainische Armee sollte bis zur russischen Grenze vordringen, sie aber nicht überschreiten”, fordert eine junge Frau.

“Aus Luhansk rufen Leute an und sagen, dass es nicht die Ukrainer, sondern die Separatistenkämpfer sind, unter denen die Bevölkerung leidet”, sagt ein Angehörige des als rechts geltenden Asow-Bataillons. Es herrschten Unterdrückung, Rechtlosigkeit, Willkür, die Milizen würden plündern und Rivalitäten zwischen sich austragen.

euronews-Reporter Sergio Cantone aus Kiew: “Die ukrainische Regierung will die Städte Luhansk und Donezk zurück und Sicherheit innerhalb verstärkter Grenzen schaffen. Aber es sind realpolitische Überlegungen, die diktieren, sich an die Minsker Übereinkünfte zu halten und die Ergebnisse der Verhandlungen abzuwarten.”