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Weltweite Proteste gegen den neuen "Charlie Hebdo"

In vielen Teilen der islamischen Welt haben am Montag erneut Gläubige gegen die Mohammed-Zeichnungen der jüngsten Ausgabe des “Charlie Hebdo”

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Weltweite Proteste gegen den neuen "Charlie Hebdo"

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In vielen Teilen der islamischen Welt haben am Montag erneut Gläubige gegen die Mohammed-Zeichnungen der jüngsten Ausgabe des “Charlie Hebdo” protestiert. In der russischen Kaukasusrepublik Tschetschenien waren es Hunderttausende.

Präsident Ramsan Kadyrow bezeichnete die Zeichnungen in einer Ansprache als vulgär und unmoralisch. Europa habe aus dem blutigen Anschlag auf die Redaktion des Magazins nicht die richtigen Schlüsse gezogen, so der Kreml-treue Politiker.

In Grosny sagte ein Demonstrant: “Was in Frankreich passiert, diese Karrikaturen, das ist ein unfassbarer Schmerz für jeden Muslim. Wir wollen den Menschen einfach zeigen, dass wir in Frieden leben sollten.”

Im Rest Russlands, wo Religionsbeleidigung per Gesetz verboten ist, relativierten Kommentatoren mehrerer staatlicher Medien den Wert der freien Meinungsäußerung.

In Teheran demonstrierten hunderte Iraner vor der französischen Botschaft. In Sprechchören wünschten sie Frankreich den Tod und verbrannten dabei amerikanische und israelische Flaggen.

In Afghanistan wurde am dritten Tag in Folge demonstriert. Aufgebrachte Gläubige forderten in Dschalalabad die Schließung der französischen Botschaft und Rechenschaft von der Regierung in Paris. “Wir wollen eine Entschuldigung der französischen Regierung an die islamische Gemeinde”, so ein Demonstrant.

In Gaza hatten Anhänger der Bewegung palästinensischer Salafisten eine Kundgebung organisiert. Vor dem französische Kulturzentrum, das von palästinensischen Sicherheitskräften bewacht wurde, priesen die Fundamentalisten die Attentäter von Paris als Rächer des Propheten.