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Nur noch im Bikini: Britische Sun schafft Oben-ohne-Seite ab

Die britische Boulevardzeitung Sun will auf der dritten Seite künftig keine Models mehr oben-ohne zeigen. 44 Jahre lang hatte das Tagesblatt auf die

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Nur noch im Bikini: Britische Sun schafft Oben-ohne-Seite ab

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Die britische Boulevardzeitung Sun will auf der dritten Seite künftig keine Models mehr oben-ohne zeigen. 44 Jahre lang hatte das Tagesblatt auf die Blick- und Kundenfänger gesetzt.

Kritikern gegenüber waren die Macher bislang stets zugeknöpft geblieben. Jetzt aber scheinen sie Aktivisten zuzustimmen, die die Bilder für nicht mehr zeitgemäß halten.

“Man sieht immer Seite für Seite angekleidete Männer, wie sie Dinge tun, das Land regieren, sportliche Erfolge feiern”, so die No-More-Page-3-Aktivistin Yas Necati. “Bei Männern wird gezeigt, was sie tun und bei Frauen nur, wie sie aussehen.”

Einigen Frauen wie Samantha Fox hat das zu Bekanntheit und schillernden Karrieren verholfen. Auch heute sprechen sich einige für die Option aus. “Ich glaube es zeigt Frauen, dass sie tun können, was sie wollen, wenn sie wollen – solange sie niemandem schaden oder gegen Gesetze verstoßen”, findet Model Laura Lacole. “Wenn man seine Körperlichkeit zelebrieren will, dann kann man das tun – wenn nicht, dann eben nicht.”

Oben-ohne auf der dritten Seite – in der Sun gehörte das zu den echten journalistischen Urgesteinen. Eingeführt hatte die Bilder der australische Medienmogul Rupert Murdoch, kurz nachdem er die Sun erwarb – im Jahr 1969.