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Linksschwenk in Griechenland: Syriza gewinnt Parlamentswahl

Das Linksbündnis Syriza hat die Wahl in Griechenland deutlich gewonnen. Die Partei von Alexis Tsipras liegt mit rund 36 Prozent gut 8 Prozent vor der

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Linksschwenk in Griechenland: Syriza gewinnt Parlamentswahl

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Das Linksbündnis Syriza hat die Wahl in Griechenland deutlich gewonnen. Die Partei von Alexis Tsipras liegt mit rund 36 Prozent gut 8 Prozent vor der bisher regierenden, konservativen Nea Dimokratia von Antonis Samaras. Diese erreichte nach Auszählung fast aller Stimmen rund 38 Prozent.

Auf den dritten Platz schafften es die Rechtsextremen von der Goldenen Morgenröte mit 6,3 Prozent. Dahinter: Die proeuropäisch ausgerichtete und noch recht junge Partei To Potami (Der Fluss) mit rund 6 Prozent. Die Kommunisten erreichten knapp 5,5 Prozent, während die Sozialdemokraten von der Pasok, die bisher mit an der Regierung waren, auf 4,8 Prozent abstürzten. Knapp dahinter die Unabhängigen Griechen mit 4,7 Prozent.

Bei den derzeitigen Stimmverhältnissen käme Syriza auf 149 der 300 Parlamentssitze. Damit hätte sie die absolute Mehrheit nur knapp verpasst, für sie wären 151 gewonnene Sitze notwendig.

Nea Dimokratia hat derzeit 77 Sitze, die Goldene Morgenröte kommt auf 17 Mandate, To Potami auf 16, die Kommunisten auf 15, Pasok auf 13, ebenso wie die Unabhängigen Griechen.

Das Resultat bedeutet für Syriza, dass sie einen Koalitionspartner zur Regierungsbildung finden muss. Drei Parteien haben sich bisher schon angeboten, wobei nur eine, wenn überhaupt, in Betracht kommen dürfte.

Die Angebote der rechtspopulistischen Unabhängigen Griechen sowie der rechtsextremen Goldenen Morgenröte, deren Parteichef aus dem Gefängnis heraus von einer Koalition sprach, kommen realistisch nicht in Frage, da die Überschneidungen mit Syriza zu gering sind.

Daneben hat auch der Chef der Partei To Potami, Stavros Theodorakis, Gesprächsbereitschaft angedeutet. Seine Bewegung wolle im Parlament zudem nicht als konsequente Opposition auftreten, sagte er.

Zur Wahl waren fast 10 Millionen Menschen aufgerufen, die Beteiligung lag bei rund 63 Prozent.

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