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Arabische Welt kämpft gegen Terror

Das Luxushotel Corinthia in Tripolis am Tag nach dem Anschlag vom 27. Januar: Zum Zeitpunkt der Explosion hielten sich dort der libysche

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Arabische Welt kämpft gegen Terror

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Das Luxushotel Corinthia in Tripolis am Tag nach dem Anschlag vom 27. Januar:
Zum Zeitpunkt der Explosion hielten sich dort der libysche Ministerpräsident und eine amerikanische Delegation auf. Neun Menschen starben, darunter fünf Ausländer. Zu dem Anschlag bekannte sich die Miliz “Islamischer Staat”.

Es ist der tödlichste Anschlag auf Ausländer seit dem Sturz von Muammar al-Gaddafi vor drei Jahren. Das Land ist tief gespalten und hat derzeit zwei Regierungen, eine davon wird von der internationalen Gemeinschaft anerkannt, die andere ist ein Zusammenschluss islamistischer Milizen. Libyen gilt inzwischen als Hochburg für die Dschihadisten, die sich im Chaos des Bürgerkriegs ausbreiten konnten.

Das Nachbarland Ägypten bestätigte inzwischen Luftangriffe gegen Stellungen der Terrorgruppe IS in Libyen. Die Flugzeuge seien gegen Trainingscamps sowie Waffen- und Munitionslager in der Nähe der libysch-ägyptischen Grenze vorgegangen, hieß es in einer Erklärung.

Ägypten ist auf der Sinai-Halbinsel selbst vom Vormarsch der Extremisten betroffen.Ursprünglich standen sie Al-Kaida nahe, im vergangenen Jahr versprachen sie dann der Miliz “Islamischer Staat” Loyalität und nannten sich “Sinai Province”. Die Gruppe verübte in den vergangenen Jahren zahlreiche Anschläge auf Polizei und Militär.

Ägypten hatte sich nicht an den US-geführten Luftschlägen gegen die Miliz “Islamischer Staat” beteiligt, sondern sich auf die Bedrohung innerhalb der eigenen Grenzen konzentriert.

Jordanien dagegen ist Teil der Koalition. Die jordanische Luftwaffe startete nach der Ermordung ihres Piloten Maas al Kassasbeh die „Operation Märtyrer Muath“. Die Armee flog bereits Großangriffe auf Stellungen der Miliz in Syrien.

Andere arabische Länder, wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate beteiligen sich ebenfalls an den Luftschlägen.
Sie haben auch die kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Norden Iraks unterstützt. Hilfe kam ebenfalls von den USA und verschiedenen Rebellengruppen.

Aber die Peschmerga-Kämpfer sind bei ihrem Einsatz gegen die Dschihadisten nicht gut genug ausgerüstet. Seit vergangenem Juni starben fast Tausend von ihnen.