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Schuldspruch nach Anschlägen auf US-Botschaften von 1998

Ein Bundesgericht in New York verurteilte den Saudiarabier Chalid Fauwas. Die Geschworenen gingen davon aus, dass Fauwas ein Führungsmitglied der Al-Kaida-Gruppe war.

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Schuldspruch nach Anschlägen auf US-Botschaften von 1998

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Bald siebzehn Jahre nach den Anschlägen auf die amerikanischen Botschaften in Kenia und Tansania hat es einen weiteren Schuldspruch gegeben.

Ein Bundesgericht in New York verurteilte den Saudiarabier Chalid Fauwas wegen mehrerer terroristischer Verbrechen.

Die Geschworenen gingen davon aus, dass Fauwas eins der Führungsmitglieder der Al-Kaida-Gruppe war.

Das Strafmaß nach diesem Schuldspruch wird erst noch festgelegt.

Die Anschläge auf die ostafrikanischen Botschaften der USA wurden 1998 verübt.

Weit über zweihundert Menschen verloren dabei das Leben.

Fauwas wurde noch im selben Jahr in London festgenommen, wo er lebte.

2012 wurde er nach langem Kampf gegen eine Auslieferung doch in die USA überstellt.

Fauwas wurde in dem jetzigen Prozess aber keine Beteiligung an Planung oder Ausführung der Anschläge nachgewiesen.

In den Anklagepunkten ging es vor allem um seine Stellung innerhalb von Al-Kaida.

Außerdem ging es um ein Al-Kaida-Trainingslager in Afghanistan Anfang der Neunziger und die Auskundschaftung der US-Botschaft in Kenia vor dem Anschlag.