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Kuba und USA arbeiten auf schnelle Botschaftseröffnungen hin

Zwischen den USA und Kuba hat es ein zweites Treffen gegeben, diesmal in Washington. Damit wird die im Dezember verkündete Annäherung fortgesetzt.

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Kuba und USA arbeiten auf schnelle Botschaftseröffnungen hin

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Zwischen den USA und Kuba hat es ein zweites Treffen gegeben, nach dem in Havanna diesmal in Washington.

Damit wird die im Dezember verkündete Annäherung fortgesetzt, mehr als fünfzig
Jahre nach Abbruch der Beziehungen durch die USA.

Über Inhalte des Treffens wurde nicht viel bekannt. Die kubanische Unterhändlerin Josefina Vidal spricht von einem guten Treffen und von Fortschritten.

Die Vertreterin der USA, Roberta Jacobson, möchte ebenfalls nicht über Einzelheiten reden. Bei einigen Themen, so sagt sie, sei man aber nahe an einer Lösung.

Schon bald könnte man sich jedenfalls auf die Wiedereinrichtung von Botschaften im jeweils anderen Land einigen.

Jacobson zeigte sich zuversichtlich, dass ein Grundsatzübereinkommen Anfang April stehen könne.

Am 10. April beginnt in Panama ein Amerika-Gipfeltreffen, bei Obama das kubanische Staatsoberhaupt Raúl Castro treffen wird.

Schwieriger wird es werden, einen besonderen kubanischen Wunsch zu erfüllen.

Das Land möchte von der Liste der Länder gestrichen werden, denen die USA vorwerfen, den Terrorismus zu unterstützen.

Seit 1982 steht Kuba auf dieser Liste, zusammen mit heute noch drei anderen Ländern – Syrien, Iran und Sudan.

Amerikanische Vertreter heben aber hervor, dass diese Frage nichts mit den Gesprächen und der jetzigen Annäherung zu tun habe.

Für die Einstufung müsse das Außenministerium nach festgelegten Kriterien die Lage beurteilen.

Das findet zur Zeit statt; auf dieser Grundlage entscheidet dann der Kongress, in dem es Widerstand gegen diese Streichung gibt.