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"Sergio Herman, Fucking Perfect" - Ein Sternekoch in der Krise

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"Sergio Herman, Fucking Perfect" - Ein Sternekoch in der Krise

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Den Alltag im Dreisternerestaurant, enormer Stress und das ewige Streben nach Perfektion, zeigt auf beeindruckende Weise der Dokumentarfilm “Sergio

Den Alltag im Dreisternerestaurant, enormer Stress und das ewige Streben nach Perfektion, zeigt auf beeindruckende Weise der Dokumentarfilm “Sergio Herman, Fucking Perfect”, der auf der jüngsten Berlinale Premiere hatte. Der Streifen begleitet den niederländischen Spitzenkoch Sergio Herman, der auf dem Höhepunkt seiner Karriere beschließt, das von ihm ganz nach oben gebrachte Familienrestaurant Oud Sluis aufzugeben, um sein Leben zu ändern, mehr Zeit für Frau und Kinder zu haben.

Regisseurin Willemiek Kluijfhout durfte mit der Kamera in die Küche. “Sie hatten so viel zu tun, dass sie gar keine Zeit hatten, auf die Kamera zu achten. Es war eine allerdings eine kleine Kamera, denn es war sehr eng in der Küche.”

Der Film begleitet die rund zweijährige Phase, die letztlich zur Schließung des vom Vater übernommenen Edelrestaurants führt. Nicht nur den Wahnsinn in der Küche zeigt der Film, auch die Gespräche und mit der Ehefrau, die Momente des Zweifels und der Entscheidung. Sergio Herman bereut bis heute nichts.

Sergio Herman: “Ich hatte meinen absoluten Höhepunkt erreicht. Wenn man 20 Gault-Millau-Punkte und drei Michelin-Sterne hat, seit neun oder zehn Jahren das beste Restaurant in Holland ist, bedeutet das, dass man seit 25 Jahren in der Küche steht. Das ist der Punkt, an dem man sagt, es reicht.”

Der Film war auf der Berlinale in der Reihe “Kulinarisches Kino Film & Food” zu sehen.

Er kommt nun auf die niederländischen und belgischen Leinwände, weitere europäische Premierendaten sind noch nicht bekannt.