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Mehrere tausend Studenten demonstrieren gegen Schulreform in Italien

In mehreren italienischen Städten haben Schüler und Studenten am Donnerstag gegen die Schulreform der Regierung Renzi demonstriert.

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Mehrere tausend Studenten demonstrieren gegen Schulreform in Italien

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In mehreren italienischen Städten haben Schüler und Studenten am Donnerstag gegen die Schulreform der Regierung Renzi demonstriert. Zu dem Protest hatten linksgerichtete Studentenverbände aufgerufen. Sie werfen der Regierung vor, das Schulwesen privatisieren zu wollen. Die Regierung plant im Rahmen der Reform mehrere zehntausend Aushilfslehrer fest anzustellen.

Die Demonstranten forderten ein neues Schulsystem und ein Ende der Sparpolitik im Bildungsbereich. “Wir sind gegen die Vorstellung von Bildung, die ihrem Papier zugrunde liegt. Wir haben einige Alternativen. Wir sind eine Ideenfabrik, die Renzi mit seinen Onlinebefragungen nicht konsultiert”, klagt Susanna Montesano.

“Wir gehen auf die Straße für eine Schule, die Klassengrenzen überwindet”, sagt Gianmaria Scaglione.

“Wir glauben, dass die Regierung eine völlig verkehrte Vorstellung davon hat, wie Schule aussehen soll. Wir fordern Investitionen, das Recht zu studieren, Sozialleistungen, einen qualitativen Austausch zwischen Schule und Arbeit, der nicht nur den Interessen der Wirtschaft dient”, meint ein Demonstrant.

Die größte Kundgebung fand in Mailand statt. Dort kam es auch zu Ausschreitungen. Sicherheitskräfte wurden von den Demonstranten mit Eiern, Flaschen und anderen Gegenständen beworfen. Die Polizisten setzten Tränengas ein. Ein 15-järhiger Schüler wurde festgenommen.

Weiterführender Link

La buona Scuola (Webseite der Regierung zur Schulreform)

Studentenorganisation Unione degli Studenti