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Separatisten stellen ukrainischer Regierung ein Ultimatum

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Separatisten stellen ukrainischer Regierung ein Ultimatum

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Die Separatisten in der Ostukraine haben die Zentralregierung in Kiew ultimativ aufgefordert, den im Minsker Abkommen versprochenen Sonderstatus für den Donbass zu verabschieden. Außerdem warfen sie den Regierungstruppen Verstöße gegen die Feuerpause vor. Die Armee habe innerhalb von 24 Stunden drei Separatisten-Kämpfer getötet.

“Kiew hat noch 24 Stunden, um seinen Teil des Minsker Abkommens zu erfüllen. Wenn das Parlament die erforderlichen Bestimmungen nicht innerhalb von 24 Stunden verabschiedet, wird für alle offensichtlich, dass Kiew den Minsker Fahrplan nicht einhalten will!”, erklärt der Sprecher der “Volksrepublik Donezk“, Denis Puschilin.

Im heftig umkämpften Verkehrsknoten Debaltsewe, der die beiden von den Separatisten kontrollierten Gebiete, die selbsternannte Volksrepublik Donezk und die selbsternannte Volksrepublik Luhansk miteinander verbindet, legen die Menschen wenig Wert auf den Sonderstatus: “Mir ist es egal, ob es die Volksrepublik Donezk oder die Volksrepublik Luhansk ist, wenn sie den Menschen ein gutes Leben ermöglichen, gute Renten, Arbeit. Aber die sind alle gleich. Mir ist es egal ob es die VR Donezk, die VR Luhansk oder die Ukraine ist. Die Leute sollen einfach gut leben!”, meint Wladimir aus Debaltsewe.

“Für mich gehört Debaltsewe nicht mehr zur Ukraine. Seit dem Tod meiner Mutter gehört Debaltsewe für mich nicht mehr zur Ukraine”, findet Inna.

Trotz andauernder Spannungen verlief ein Gespräch der Kontaktgruppe aus Vertretern Russlands, der Ukraine, der Aufständischen und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) konstruktiv. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte, die Feuerpause in der Ostukraine müsse “unter allen Umständen” eingehalten werden.