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Frankreich verabschiedet neues Gesetz zur Sterbehilfe

Die französische Nationalversammlung hat mit einer breiten Mehrheit aus Regierung und Opposition ein neues Gesetz zur Sterbehilfe verabschiedet. Kern

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Die französische Nationalversammlung hat mit einer breiten Mehrheit aus Regierung und Opposition ein neues Gesetz zur Sterbehilfe verabschiedet. Kern der Reform ist ein Recht auf “tiefe und kontinuierliche Sedierung” für unheilbar kranke Patienten unter bestimmten Voraussetzungen.

Präsident François Hollande hatte sich während seine Wahlkampfes im Jahr 2012 bereits für eine Gesetzesänderung zur Sterbehilfe ausgesprochen.

Der neue Entwurf stammt vom dem konservativen Abgeordneten Jean Leonetti, er war auch Autor des seit 2005 geltenden Gesetzes: “Es ändert nichts am Prinzip. Doch es gibt denen, die krank sind und im Sterben liegen mehr Autonomie, Freiheit und Entscheidungskraft.”

Dem Gesetz zufolge muss eine verbindliche Patientenverfügung für eine sogenannte terminale Sedierung vorliegen. Sie verpflichtet Mediziner, den Willen des Patienten zu respektieren. Aktive Sterbehilfe bleibt jedoch weiterhin verboten.

Nach der Nationalversammlung muss der französische Senat dem Entwurf zustimmen. Eine Abstimmung ist für Mai oder Juni geplant.