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Öcalan will Frieden

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Der inhaftierte Chef der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, hat seine Anhänger in einer zum kurdischen Neujahrsfest Newroz in Diyarbakir verlesenen Botschaft zum Frieden mit der türkischen Regierung aufgerufen. Er sagte, es sei an der Zeit, die “grausame” Geschichte zu beenden. Er forderte die PKK dazu auf, einen Kongress einzuberufen, um den bewaffneten Kampf zu beenden..

In Diyarbakir gingen Tausende Menschen auf die Straße, um ihre Unterstützung für die Botschaft Öcalans zu zeigen. Öcalan verbüßt auf der Gefängnisinsel Imrali im Marmarameer eine lebenslange Haftstrafe. Ein Todesurteil gegen ihn war mit der Abschaffung der Todesstrafe 2002 in lebenslange Haft umgewandelt worden.

Auch ein Mann auf der Straße in Diyarbakir unterstützt Öcalans Botschaft. Er sagt: “Wir wollen Frieden. Wir haben gar keine andere Wahl. Gewalt bringt doch nichts. Keiner will Krieg.” Der Konflikt zwischen der türkischen Regierung und der PKK währt seit 30 Jahren. Dabei kamen bislang rund 40.000 Menschen ums Leben.

Schon seit mehreren Jahren hatte Öcalan eine Entwaffung der PKK angekündigt. Traditionell werden solche Verlautbarungen der PKK zum Neujahrsfest Newroz bekanntgegeben.