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Ein Jahr Ebola: Ärzte ohne Grenzen zieht Bilanz

Ein Jahr nach dem offiziell bestätigten Ausbruch von Ebola in Westafrika hat die Organisation Ärzte ohne Grenzen Bilanz gezogen: Seit Januar 2014

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Ein Jahr nach dem offiziell bestätigten Ausbruch von Ebola in Westafrika hat die Organisation Ärzte ohne Grenzen Bilanz gezogen: Seit Januar 2014 infizierten sich über 24.000 Menschen in Guinea, Sierra Leone und Liberia mit dem Virus, mehr als 10.000 Personen wurden getötet.

Die betroffenen Länder traf die Seuche völlig unvorbereitet, so Charles Mambu, Leiter der ““Health for All”-Koalition”:http://healthforallcoalition.org/. Als das Ebola-Virus in Kailahun in Sierra Leone, in Guinea und in Liberia ausbrach, waren die Regierungen und die Bevölkerung schwach und unvorbereitet. Es fehlte an Mitteln und Personal. Von den Ärzten, die wir in Sierra Leone haben, war nur ein einziger in Viruserkrankungen ausgebildet.”

In einem Bericht kritisitert Ärzte ohne Grenzen die “Untätigkeit” der internationalen Gemeinschaft zu Beginn der Epidemie. Obwohl es in Guinea im Dezember 2013 bereits erste Fälle von Ebola gab, habe die WHO erst Ende März 2014 offiziell den Ausbruch der Seuche bestätigt. Das Virus habe sich deshalb in den ersten Monaten “unkontrolliert verbreiten” können, so Christopher Strokes, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen in Belgien: “Es war eindeutig eine internationale Epidemie. Es ist wirklich eine Schande, dass die WHO und die internationale Gemeinschaft erst aufgewacht sind, als sich Personen aus dem Westen infiziert haben.

Die Organisation warnte zudem davor, die Seuche vorschnell für beendet zu erklären. Am Sonntag war in der liberianischen Hauptstadt Monrovia ein neuer Infektionsfall gemeldet worden. Nach 27 Tagen ohne Neuinfektion schwand damit die Hoffnung vieler, Ebola in Liberia endlich überwunden zu haben.

Laut UN sind ein Fünftel der mit Ebola Infizierten Kinder: