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Küsse für die deutsch-griechische Freundschaft

Mit Umarmungen und Küssen warben griechisch-deutsche Paare vor dem Bundeskanzleramt in Berlin für ein besseres Verhältnis zwischen den beiden

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Küsse für die deutsch-griechische Freundschaft

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Mit Umarmungen und Küssen warben griechisch-deutsche Paare vor dem Bundeskanzleramt in Berlin für ein besseres Verhältnis zwischen den beiden Ländern. Die Berliner Tageszeitung “Der Tagesspiegel” unterdessen lud ihre Leser ein, sich darüber zu äußern, was sie dem griechischen Ministerpräsidenten gerne mitgeteilt hätten. Die öffentliche Meinung zum Thema Griechenland hat sich in den vergangenen Wochen gewandelt, wie Ingo Salmen vom “Tagesspiegel” berichtet: “Die Leser finden, der Ton Athens könnte diplomatischer werden. Gemeint ist damit weniger Tsipras als vielmehr andere Mitglieder der griechischen Regierung. Reagiert diese weiterhin wie bisher, hat die Boulevard-Presse leichtes Spiel.”

Während bisher viele Deutsche für die Schwierigkeiten Athens Verständnis hatten, werden die Griechenland-Versteher allmählich zu einer Minderheit. “Die neue Regierung hat am Anfang, glaube ich, auch dadurch schwere Fehler gemacht, dass sie nicht das nötige Vertrauen aufgebaut hat in die Zukunft, sondern sie haben zunächst erst einmal alle Partner vor den Kopf gestoßen”, sagt ein Passant, während ein anderer meint: “Grexit heißt das, glaube ich, was die deutsche Bevölkerung weitestgehend möchte.” Der Mann hat Recht: Umfragen zufolge hätten es rund 52 Prozent der Deutschen inzwischen lieber, wenn Griechenland die Eurozone verließe.