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Ärger in den USA um Gesetze zur Glaubensfreiheit

In einigen Bundesstaaten der USA sorgen neue Gesetze zur Glaubensfreiheit für Aufregung. Im Staat Arkansas forderte nun der Gouverneur die

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Ärger in den USA um Gesetze zur Glaubensfreiheit

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In einigen Bundesstaaten der USA sorgen neue Gesetze zur Glaubensfreiheit für
Aufregung.

Im Staat Arkansas forderte nun der Gouverneur die Parlamentarier dazu auf, das Gesetz zu ändern oder zurückzunehmen.

Mit dem Gesetz könnten Firmen oder Geschäfte unter bestimmten Umständen aus Glaubensgründen homosexuelle Kunden abweisen.

Diese Möglichkeit kritisieren jedenfalls Schwulen- und Lesbenvertreter, inzwischen aber auch Unternehmen, die um das Image von Arkansas fürchten.

Dazu gehört das größte Unternehmen in Arkansas, der Einzelhandelsriese Walmart.

Auch im Bundesstaat Indiana gibt es seit kurzem ein ähnliches Gesetz.

Gouverneur Mike Pence hat es zwar unterschrieben, inzwischen aber ebenfalls das Parlament zu Nachbesserungen aufgefordert.

Auch hier hatte es Kritik aus der Wirtschaft gegeben.

Nach der Unterzeichnung hatte der Gouverneur für das Gesetz noch lobende Worte gefunden.

Solche Gesetze zur Glaubensfreiheit gibt es in rund zwanzig Bundesstaaten und auf Bundesebene.

Bisher gab es um sie keinen Ärger: Fast alle beziehen sich aber auch nur auf das Verhältnis zwischen Staat und Bürger.

Die neuen Gesetze sind dagegen weiter gefasst: In ihnen geht es auch um das Verhältnis zwischen Privatparteien.

Im Kern geht es in allen diesen Gesetzen um den Ausgleich zwischen Glaubensfreiheit und Bürgerrechten wie dem, nicht diskrimiert zu werden.