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Tsipras beginnt umstrittenen Besuch in Moskau

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras beginnt heute seinen zweitägigen Besuch in Moskau. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Staatspräsident

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Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras beginnt heute seinen zweitägigen Besuch in Moskau. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Staatspräsident Wladimir Putin stehen Möglichkeiten für weitere Kooperationen im Tourismus und Handel. Es sollen eine Reihe von Abkommen unterzeichnet werden. Außerdem soll über die von der EU verhängten Sanktionen gegen Russland und das von Russland verhängte Embargo gegen Produkte aus der EU gesprochen werden. Athen wünscht sich Ausnahmen für griechische Agrarprodukte.

In der EU wird der Besuch von Tsipras mit Argwohn betrachtet. Dafür, so der griechische Politikexperte besteht aber kein Grund: “Griechenland versucht nicht, die EU zu provozieren, aber es versucht Druck auf sie auszuüben, indem es demonstriert, dass es theoretische Alternativen besitzt, die Volkswirtschaft zu finanzieren”, meint Giorgos Tzogopoulos, von der Hellenischen Stiftung für Europäische und Außenpolitik.

In der Bevölkerung genießt Tsipras noch immer eine hohe Zustimmung.

“Ich denke, es ist richtig, was der Ministerpräsident macht. Er muss über den Atlantik blicken, nach China und Russland und dem Rest. Wenn das Frau Merkel oder andere Regierungschefs machen, dann kommentieren wir das auch nicht. Man muß Politik multipolar betreiben”, findet Transportarbeiter Kostas.

In Brüssel kommen die Finanzstaatssekretäre der 19 Euroländer zusammen, um über die Lage in Griechenland zu beraten. Konkrete Beschlüsse stehen aber nicht an, da Experten in Brüssel und in Athen immer noch über eine Reformliste verhandeln.