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Nach Hetze gegen Einwanderer in Südafrika: Zuma verspricht Besserung

In Südafrika warten nach den fremdenfeindlichen Ausschreitungen mit mindestens fünf Toten viele Ausländer unter anderem in einem Flüchtlingscamp in

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Nach Hetze gegen Einwanderer in Südafrika: Zuma verspricht Besserung

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In Südafrika warten nach den fremdenfeindlichen Ausschreitungen mit mindestens fünf Toten viele Ausländer unter anderem in einem Flüchtlingscamp in der Nähe von Durban auf die Rückkehr in ihre Heimatländer. Präsident Jacob Zuma sagte eine Reise nach Indonesien ab und besuchte die Vertriebenen. Er versicherte, die Hetze widerspreche südafrikanischen Werten und versprach Besserung: “Diejenigen, die in ihre Heimatländer zurückkehren wollen, sollten wissen, dass sie, wenn wir uns um alles gekümmert haben, wenn wir die Gewalt gestoppt haben, dass sie willkommen sind, wenn sie wiederkommen möchten.”

Es gab Applaus, aber auch Kritik an Zuma. Er habe sich zu spät eingeschaltet und bisher zu wenig gegen die Gewalt getan, hieß es. Die Hetze gegen Einwanderer hatte am Wochenende auch Johannesburg erreicht. Hunderte Ausländer sind auf der Flucht.

Seit Anfang des Monats kam es im Land vermehrt zu Übergriffen und Plünderungen. Simbabwe und Malawi begannen mit der Rückführung ihrer Bürger. Nigeria plant nach Medienberichten ähnliche Schritte, falls die Unruhen andauern. Im wirtschaftlich starken Südafrika leben Tausende Migranten vor allem aus afrikanischen Krisenländern.