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Chiles Regierung ruft nach Vulkanausbruch Notstand aus

Evakuierungen der Region, 4000 Menschen verlassen ihre Häuser. Warnung vor pyroklastischem Strom.

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Chiles Regierung ruft nach Vulkanausbruch Notstand aus

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Nach dem Ausbruch des Vulkans Calbuco in Südchile hat die Regierung den Notstand ausgerufen. Seit Mittwochabend spuckt der Vulkan eine Aschewolke in den Himmel. Bis zur Nacht hatten bereits 4000 Menschen ihre Häuser verlassen. Flüge aus der Region wurden gestrichen, die Schulen fallen aus.

Meinung

"Ein wahrer Terror"

“Am Anfang war es ein kleiner Ausbruch, aber dann wurde die Aschewolke größer und es begann ein wahrer Terror. Ich erlebe sowas zum ersten Mal”, sagt dieser Anwohner.

Ein anderer berichtet von Panik und Chaos: “Es gibt Staus auf den Straßen, die Menschen gehen in Supermärkte, sie suchen Wasser und versuchen, ihr Geld abzuheben.”

Für die Menschen in der Region um die Orte Puerto Varas und Puerto Montt kam der Ausbruch offenbar überraschend. Wie der nationale geologische Dienst auf Twitter mitteilte, wird die Aschewolke jetzt mit Helikoptern untersucht.

Berichte über Verletzte gibt es bisher nicht, aber chilenische Behörden haben im Fernsehen vor der Gefahr eines pyroklastischen Stroms gewarnt. Dieses Gemisch aus Gas und heißen Gesteinspartikeln bewegt sich mit mehreren hundert Stundenkilometern und hat eine gewaltige Zerstörungskraft. Die chilenische Regierung hat die Evakuierungszone auf 20 Kilometer ausgeweitet.