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"Nachtwölfe" müssen an der polnischen Grenze umdrehen

Die "Siegesfahrt" der Kreml-nahen "Nachtwölfe" nach Berlin endet schon an der polnischen Grenze. Sie werden gefilzt und abgewiesen. Doch polnische Biker übernehmen einen Teil der Tour.

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"Nachtwölfe" müssen an der polnischen Grenze umdrehen

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Polen hat Teilnehmer der umstrittenen Motorradtour des russischen Rockerclubs “Nachtwölfe” nach Berlin an der Grenze gestoppt. Ihnen sei die Einreise verweigert worden, teilten die als kremlnah geltenden Biker mit. Zuvor seien die rund 20 Motorradfahrer stundenlang gefilzt worden. Ein polnischer Grenzbeamter erklärte: “Diese Leute werden die Grenze nach Polen nicht überqueren. Jeder von ihnen wird einen offiziellen Bescheid bekommen. Ihnen wird die Einreise verweigert und zwar weil die formellen Kriterien zur Einreise nicht erfüllt sind.”

Zahlreiche polnische Motorradfahrer, die mit den “Nachtwölfen” solidarisch sind, protestierten an der Grenze. Anschließend kündigten sie an, sie würden stellvertretend für die “Nachtwölfe” den polnischen Teil der Tour fahren. Ein polnischer Biker meint: “Das ist eine idiotische Provokation. Nichts anderes. Wir schämen uns als Polen, dass man den russischen Bikern hier so große Probleme bereitet. Der Zoll benimmt sich, als sei der dritte Weltkrieg ausgebrochen.” Die Biker waren am Wochenende in Moskau zu einer sogenannten “Siegestour” in Richtung Berlin aufgebrochen, mit der sie an die Erfolge der Roten Armee im Kampf gegen Hitler-Deutschland erinnern wollen. Die Nachtwölfe gelten als Sympathisanten der prorussischen Separatisten in der Ostukraine.