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Wieder Bahnstreik: Konflikt zwischen GDL und Deutscher Bahn eskaliert

Der Tarifkonflikt zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn eskaliert. Die GDL will den Schienenverkehr in Deutschland für fast

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Wieder Bahnstreik: Konflikt zwischen GDL und Deutscher Bahn eskaliert

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Der Tarifkonflikt zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn eskaliert. Die GDL will den Schienenverkehr in Deutschland für fast eine Woche lahmlegen. Der längste Ausstand in dem seit zehn Monaten andauernden Konflikt beginnt für den Personenverkehr um 2 Uhr in der kommenden Nacht. Der Güterverkehr wird bereits ab heute Nachmittag bestreikt. Ab Sonntagmorgen um 9 Uhr sollen die Züge wieder fahren.

Die Bahn zwinge die Lokführer, Lokrangierführer und Zugbegleiter zum Arbeitskampf, so die GDL in einer Mitteilung. Ein Knackpunkt für die GDL ist, dass sie nicht nur für Lokführer, sondern auch für Zugbegleiter und Rangierführer Verträge abschließen will. Das will auch die konkurrierende größere Gewerkschaft EVG. Die Bahn will nicht, dass es unterschiedliche Abschlüsse für dieselben Berufsgruppen gibt. Erschwerend kommt hinzu, dass die GDL einen Erfolg erzielen will, bevor das kommende Tarifeinheitsgesetz der schwarz-roten Bundesregierung die Macht kleiner Gewerkschaften beschränkt.

Die GDL fordert zudem für die Beschäftigten fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche. Die Bahn hatte angeboten, die Löhne sollten vom 1. Juli an in zwei Stufen um insgesamt 4,7 Prozent steigen. Dazu komme eine Einmalzahlung von insgesamt 1000 Euro bis zum 30. Juni.