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Armata-T-14: Putin glänzt mit neuem Hightech-Panzer

Sein offizielles Debüt hat der neue Kampfpanzer Armata zwar erst zur Moskauer Parade am 9. Mai zur Feier des Sieges über Nazi-Deutschland. Bei

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Armata-T-14: Putin glänzt mit neuem Hightech-Panzer

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Sein offizielles Debüt hat der neue Kampfpanzer Armata zwar erst zur Moskauer Parade am 9. Mai zur Feier des Sieges über Nazi-Deutschland. Bei Übungen dafür wurde der neue Tank jetzt erstmals unverhüllt gesichtet.

Meinung

Die russische Aufrüstung setzt Armeen weltweit unter Modernisierungsdruck.

Der Armata ist die erste Neuentwicklung in Russland seit dem Zerfall der UdSSR. Beim Armata handelt es sich um eine ganze Fahrzeugfamilie: Auf seiner Plattform sollen verschiedene Kettenfahrzeuge aufbauen. Die russische Aufrüstung setzt Armeen weltweit unter Modernisierungsdruck. Denn ein neuer MTB – Main Battle Tank – wird nicht alle Tage völlig neu konstruiert. Der deutsche Bundeswehrpanzer Leopard 2 wird – mit Verbesserungen – seit über 35 Jahren im ursprünglichen Grunddesign gebaut. Ähnlich ist es beim amerikanischen M1 Abrams.

Als Hauptwaffe ist beim Armata-Panzer eine optimierte 125 mm Glattrohr-Kanone vorgesehen. Laut dem Hersteller Uralwagonsawod soll sie die Leistungen der Panzerkanone im Leopard 2 übertreffen.

Die größte Neuerung ist aber, dass in der Gefechtskuppel niemand aus der Besatzung untergebracht ist. Die Bedienung der Kanone geschieht vollautomatisch und per Fernbedienung. Die Besatzung des Panzers soll aus drei Personen bestehen, die in einer speziellen Schutzkapsel im Bug des Panzers untergebracht sind. Zum Betrieb des Panzers werden aber nur zwei Soldaten gebraucht. Das Gefährt kann mittels HD-Kameras gesteuert werden, die eine permanente Rundumsicht erlauben. Die Fernsteuerung nährt die Gerüchteküche, dass relativ bald ferngesteuerte Drohnen- und Roboterpanzer folgen könnten.

In seiner Bauweise folgt der Armata der Tradition des russischen Panzerbaus: Er ist hochmotorisiert und keine 50 Tonnen schwer, daher sehr wendig. Die Spitzengeschwindigkeit wird auf rund 90 Stundenkilometer geschätzt.

Gerüchteweise soll der T-14 Anti-Panzer-Raketen schon im Anflug bekämpfen sollen. Auch gegen Kampfhubschrauber soll sich das neue Kampfgerät aktiv verteidigen können.

Bis 2020 soll Uralwagonsawod 2300 Panzer an die russische Armee liefern. Russland wird das neue Kampfgerät aber nicht lange exklusiv für sich behalten. Das Land braucht dringend Devisen. Deshalb will es auch seine Rüstungsexporte steigern.