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Ministerrücktritte nach schweren Kämpfen in der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien

Nach den schweren Gefechten zwischen der Polizei und einer bewaffneten Gruppe im Norden der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien mit über 20

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Ministerrücktritte nach schweren Kämpfen in der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien

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Nach den schweren Gefechten zwischen der Polizei und einer bewaffneten Gruppe im Norden der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien mit über 20 Toten sind der Geheimdienstchef des Landes und zwei Minister zurückgetreten. Eine von ihnen ist Innenministerin Gordana Jankuloska. Sie sei zur Aufgabe ihres Amtes gedrängt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur MIA. Auch Transportminister Mile Janakieski trat zurück.

Ministerpräsident Nikola Gruevski habe die Rücktritte angenommen. Seine Regierung sieht sich schweren Korruptionsvorwürfen ausgesetzt. Die Opposition wirft ihr außerdem vor, illegal 22.000 Menschen abgehört zu haben.

Auch die Polizeiaktion der vergangenen Tage, bei denen es 22 Tote und 37 Verletzte gegeben hatte, wird stark kritisiert. So gibt es angeblich Indizien, dass die Regierung die Kämpfe möglicherweise gezielt organisiert haben könnte. Es sei unmöglich, dass die Dutzenden Albaner so große Mengen Waffen unbemerkt ins Land hätten bringen können, sagte der pensionierte General Ilija Nikolovski.

Die sozialdemokratische Partei um Oppositionsführer Zoran Zaev boykottiert seit über einem Jahr wegen angeblicher massiver Wahlfälschung das Parlament. Für Sonntag hat die Opposition in der Hauptstadt Skopje zu einem Massenprotest aufgerufen. Ziel ist der Sturz von Regierungschef Nikola Gruevski.

Uneinigkeit besteht bereits bezüglich des Staatsnamens. So besteht die Mitgliedschaft des Landes bei den Vereinten Nationen unter der Bezeichnung “Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien”.