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Iraks Armee verliert die Stadt Ramadi an die Aufständischen

Iraks Armee hat einen schweren Rückschlag erlitten: Gegen die islamistischen Aufständischen ging am Wochenende die Stadt Ramadi verloren. Ramadi

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Iraks Armee verliert die Stadt Ramadi an die Aufständischen

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Iraks Armee hat einen schweren Rückschlag erlitten: Gegen die islamistischen Aufständischen ging am Wochenende die Stadt Ramadi verloren.

Ramadi liegt im Westen des Landes; es ist die Hauptstadt der Provinz Anbar, die ebenfalls weitgehend von den Aufständischen beherrscht wird.

Im Kampf gegen die Islamisten half auch die westliche Unterstützung aus der Luft nichts:

Auf Bitte der irakischen Regierung habe man in den letzten 72 Stunden in und um Ramadi neunzehn Angriffe geflogen, teilte ein Militärsprecher mit.

Beim Kampf um Ramadi seien fünfhundert Menschen getötet worden, sagte ein Sprecher des Provinzgouverneurs.

Zwischen sechs- und achttausend Menschen sind demnach auf der Flucht. Viele sind auf dem Weg nach Bagdad, wo sie aber an der Bsibis-Brücke über den Euphrat aufgehalten werden.

Der Gouverneur von Anbar sagte, man verhandele mit der Regierung darüber, dass die Flüchtlinge weiter in andere Landesteile dürften.

Andere Milizen, die an der Seite der Armee gegen die Aufständischen kämpfen, haben inzwischen in Habbanijah, nahe Ramadi, mehrere tausend Kämpfer zusammengezogen.

Auch Iran verspricht jede Art von Hilfe im Kampf, sollte Iraks Regierung darum bitten. Das sagte Ali Akbar Velayati, ein Berater des iranischen geistlichen Führers.

Iran ist Hauptstätte des schitischen Islam; die Aufständischen in Irak und Syrien sind dagegen vor allem sunnitische Moslems.