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Dollar-Kunst kommt unter den Hammer

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Dollar-Kunst kommt unter den Hammer

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Bei Kunstauktionen geht es bekanntlich um das große Geld. In diesem Fall ist das sogar wortwörtlich zu verstehen. Dollar-inspirierte Kunst kommt in

Bei Kunstauktionen geht es bekanntlich um das große Geld. In diesem Fall ist das sogar wortwörtlich zu verstehen. Dollar-inspirierte Kunst kommt in London unter den Hammer, darunter Einiges von Pop-Art-Meister Andy Warhol, der eine ganz besondere Vorliebe für Dollarscheine hatte.

James Sevier, Sotheby’s: “Geld ist eines der Leitthemen in Warhols Werk. Die Beziehung zwischen Kunst und Kommerz ist heute noch viel wichtiger auf dem aktuellen Kunstmarkt. Das Interessante an dieser Sammlung ist, dass sie Warhols allerersten handgemalten Dollarschein enthält, den Sie hinter mir sehen. Das war sein erstes Dollar-Gemälde. Später ging er von der Malerei zum Siebdruck über, glücklicherweise gibt es auch zwei Siebdrucke in dieser Sammlung.”

Die 21 Werke stammen aus einer Privatsammlung, die angeblich einem europäischen Banker gehörte, der offenbar ein gutes Gespür für Geld und für Kunst hatte.

James Sevier, Sotheby’s: “Der Dollar ist mehr als nur die US-amerikanische Währung. Er ist ein Symbol für so viele Dinge, Ehrgeiz, Reichtum, Glamour. Warhol fasste das auf eine brillante Weise zusammen, die jeden anspricht. Spannenderweise interessierte er sich mehr für die Ein- und Zwei-Dollar-, als für 50- oder 100-Dollarscheine. Es ging darum, Kunst zugänglich zu machen, wie bei den Campbell-Suppendosen.”

Ebenfalls in der Sammlung vertreten sind andere berühmte Künstler wie Keith Haring, Joseph Beuys, Tim Noble, Sue Webster und Scott Campbell.

Mit einem Schnäppchenpreis ist wohl kaum zu rechnen. Die Dollar-Kunst-Sammlung wird auf einen Gesamtwert von umgerechnet knapp 70 Millionen Euro geschätzt und kommt Anfang Juli bei Sotheby’s in London unter den Hammer.