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Afghanistan: Anisa Rassuli als erste Frau für das Oberste Gericht nominiert

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hat eine Frau für einen Posten als Richterin beim Obersten Gericht nominiert. Die Nominierung muss noch vom

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Afghanistan: Anisa Rassuli als erste Frau für das Oberste Gericht nominiert

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Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hat eine Frau für einen Posten als Richterin beim Obersten Gericht nominiert. Die Nominierung muss noch vom Parlament bestätigt werden. Anisa Rassuli ist in dem muslimischen Land die erste Frau, die für einen solchen Posten vorgeschlagen wurde. Anisa Rassuli studierte Jura an der Universität in Kabul und schloss ihr Studium im Jahr 1986 ab. Sie war Vorsitzende der Vereinigung der Richterinnen Afghanistans und ist im Moment Chefin am Jugendgericht.

Meinung

Dies ist eine Motivation für Mädchen und Frauen.

Islamische Geistliche übten Kritik an der Entscheidung des Präsidenten. Sie schrieben an den Präsidenten, eine Frau im Kreis der obersten Richter sei eine Entscheidung gegen den Islam. Sie forderten Ghani auf, die Nominierung zurückzunehmen.

Das afghanische Oberste Gericht besteht aus neun Richtern. Die Nominierung von Anisa Rasuli ist Teil einer Initiative des Präsidenten, mehr Frauen in wichtige Posten zu befördern. So sind in der Vergangenheit bereits verantwortliche Positionen in den Ministerien für Arbeit, Bildung und Gesundheit mit Frauen besetzt worden. Im Rahmen seiner Initiative gab der Präsident bekannt, noch mehr Frauen auch als Botschafterinnen und Gouverneurinnen sehen zu wollen. Frauenrechtlerinnen begrüßten die Nominierung von Anisa Rasuli. Rafiula Baidar, Sprecherin der afghanischen Menschensrechtskommission, sagte gegenüber der spanischen Nachrichtenagentur Efe, dafür habe man jahrzehntelang gekämpft. Die afghanische Frauenrechtlerin Suraya Sobran erklärte, die Schritte des Präsidentin gingen in die richtige Richtung: “Dies ist eine Motivation für Mädchen und Frauen, ein Zeichen, dass es sich lohnt zu lernen und zu studieren, dass auch sie einen guten Posten sogar bei der Regierung bekommen können.”

Ein Artikel in englischer Sprache: Klicken Sie hier