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Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der Schlacht von Waterloo

Im belgischen Waterloo zählt man die Stunden bis zum Beginn der Feierlichkeiten: Von diesem Donnerstag bis zum Sonntag wird hier der Schlacht

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Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der Schlacht von Waterloo

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Im belgischen Waterloo zählt man die Stunden bis zum Beginn der Feierlichkeiten: Von diesem Donnerstag bis zum Sonntag wird hier der Schlacht gedacht, in der die Alliierten dem Machtstreben Napoleons ein Ende setzten. Weil es sich um den 200. Jahrestag der Schlacht handelt, wird diese gleich zweimal nachgestellt, wobei sich daran mehr als 5.000 Komparsen beteiligen, von denen viele auch ihre Familien als Zuschauer mitgebracht haben.

“Wir wollen die Geschichte hautnah fühlen”, meint Eric Edelman, der Darsteller des Prinzen von Oranien. “Wir wollen heute, in moderner Zeit, so viel wie möglich darüber erfahren, wir lernen eine Menge darüber, was damals geschah.”

Die offiziellen Vertreter der damals kriegsführenden Länder und die Nachkommen der Männer, die Armeen befehligten, werden die Gedenkfeierlichkeiten am späten Vormittag eröffnen. Für Etienne Claude, den Vorsitzenden der Vereinigung “Die Schlacht von Waterloo 1815” sind diese Feierlichkeiten zugleich ein Symbol für die Einheit Europas: “Die Regierung und das Königshaus Belgiens legen großen Wert auf diese Friedensbotschaft, die den Botschaften zum Gedenken an den Ersten und den Zweiten Weltkrieg entspricht.”

Was die Polemik im Zusammenhang damit anbelangt, dass die Regierung in Paris es vorgezogen hat, den Feierlichkeiten fernzubleiben, meint der Darsteller Napoleons, Frank Samson, nicht ohne Humor: “Frankreich schmollt ganz und gar nicht, denn schließlich ist es durch seinen Kaiser vertreten! Wo liegt denn das Problem?”