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Athen: Tausende demonstrieren für Kompromiss im Schuldenstreit

Einen Tag nachdem tausende Kritiker der Sparpolitik für eine harte Haltung der Syriza-Regierung im Schuldenstreit demonstrierten, haben in Athen

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Athen: Tausende demonstrieren für Kompromiss im Schuldenstreit

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Einen Tag nachdem tausende Kritiker der Sparpolitik für eine harte Haltung der Syriza-Regierung im Schuldenstreit demonstrierten, haben in Athen mehrere tausend Menschen einen Kompromiss und den Abschluss der Verhandlungen gefordert. Sie forderten Regierungschef Alexis Tsipras auf, einen Grexit abzuwenden und flexibel zu sein.

Sowohl Befürworter als auch Gegner eines Kompromisses hatten in der vergangenen Woche mehrfach Demonstrationen vor dem griechischen Parlament in Athen organisiert.

“Wir stehen hinter ihm. Wir versuchen, ihn zu unterstützen, aber die Verhandlungen dauern zu lange und müssen zu einem Ergebnis kommen”, sagte ein Demonstrant am Montag. “Griechenland gehört zu Europa. Er sollte unterzeichnen, zurückkommen und dann diskutieren, wie man das Land organisieren kann. Genug ist genug.” Ein anderer Mann befand: “Eine Übereinkunft, auch eine schlechte, ist gut, wenn sie mit einem Schuldenschnitt einhergeht.”

Am Rande der Kundgebung kam es zu Handgreiflichkeiten mit Gegendemonstranten. Die Mitglieder einer radikalen linken Gruppierung skandierten kommunistische Parolen und verbrannten eine EU-Fahne. Die Polizei schritt mit Tränengas ein und nahm 30 Personen fest.

Euronews-Reporter Panos Kitsikopoulos: “Mit Parolen wie ‘Griechenland, Europa, Demokratie’ demonstrierten die Menschen gegen einen Grexit, der, wie sie sagen, desaströs für das Land wäre. Sie versuchten, Druck auf die Regierung auszuüben, während sich die Verhandlungen auf ein Ende zubewegen.”