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Nach Angriff auf Hotel in Sousse: Tunesien schließt 80 Moscheen

In einer nicht verifizierbaren Twitter-Mitteilung haben Unterstützer der IS-Dschihadisten die Verantwortung für den Anschlag auf das Hotel “Imperial

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Nach Angriff auf Hotel in Sousse: Tunesien schließt 80 Moscheen

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In einer nicht verifizierbaren Twitter-Mitteilung haben Unterstützer der IS-Dschihadisten die Verantwortung für den Anschlag auf das Hotel “Imperial Marhaba” in Sousse übernommen. Ein “Soldat des Kalifats” habe den “abscheulichen Hort der Prostitution, des Lasters und des Unglaubens” angegriffen, hieß es. Der tunesische Ministerpräsident Habib Essid wollte sich dazu nicht äußern. Essid ordnete umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen an, darunter die Schließung von 80 Moscheen, wegen Anstachelung zum Hass. Außerdem solle die Finanzierung von bestimmten Vereinen überprüft werden. Touristische Einrichtungen sollten verstärkten militärischen Schutz erhalten. Dazu sollten Reservisten eingezogen werden.

Unter den mindestens 39 Toten des Angriffs auf das Hotel “Imperial Marhaba” in Sousse – 120 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Tunis – waren nach Angaben von Ministerpräsident Essid auch Deutsche. Die meisten der Opfer seien jedoch Briten, sagte er am frühen Samstagmorgen in Tunis. Zudem seien Belgier und Franzosen unter den Toten. Genaue Zahlen nannte Essid nicht.

Nach Angaben des deutschen Konsulats kann es noch einige Zeit dauern, bis geklärt ist, ob und wie viele Deutsche bei dem Anschlag ums Leben kamen. Der Reisekonzern Tui berichtete von aktuell etwa 260 deutschen Urlaubern in Sousse.