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Urlauber in Griechenland von der Krise weitgehend unbehelligt

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Urlauber in Griechenland von der Krise weitgehend unbehelligt

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Urlauber in Griechenland spüren von der Zuspitzung der Krise nicht viel.

Meinung

Alle sind freundlich, obwohl wir Deutsche sind.

Nach wie vor reisen auch viele an; Umbuchungen oder Stornierungen gebe es nicht, sagen die großen deutschen Reiseveranstalter.

Nur nach den Zahlungsmöglichkeiten würden sich manche erkundigen.

“Alle waren superfreundlich, obwohl wir Deutsche sind”, sagt eine junge Frau im Hafen von Piräus. “Wir hoffen jetzt nur, dass die Fähren auch wieder zurückfahren.”

“Wenn ich kein Geld abheben könnte, das wäre natürlich schlecht, oder wenn gestreikt würde”, meint ein Franzose. “Sonst ist das doch bei weitem nicht so schlimm wie in Paris, mit dem Aufstand neulich.”

Das einzige bisher bekannte Problem ist, dass die Urlauber an Bargeld kommen müssen.

Das gelingt aber für gewöhnlich, auch wenn einzelne Geldautomaten einmal leer sein können.

Mit der Ungewissheit jetzt im Juni gebe es weniger Buchungen; das sei aber beherrschbar, sagt Andreas Andreadis, Chef des Tourismusverbands.

Die Zahl der Neubuchungen sei in den letzten Tagen zurückgegangen, so Andreadis weiter; Stornierungen gebe es nur wenige.

Die Urlauber bringen dringend benötigtes Geld nach Griechenland. wo sonst vieles zusammengebrochen ist.

Auf den Fremdenverkehr entfällt ein Fünftel der gesamten Wirtschaftsleistung. In der Branche findet sich jeder vierte Arbeitsplatz.

In Deutschland zeigt man sich mit dem Griechenlandgeschäft jedenfalls zufrieden, wie bei Thomas Cook/Neckermann.

Dort sagt eine Sprecherin, Griechenland sei diesen Sommer stark gefragt, insgesamt das viertbeliebteste Reiseziel.

Bei TUI Deutschland liegt Griechenland bei einem Buchungsplus von einem Prozent – nachdem bereits 2014 ein Rekordjahr war.

Der Deutsche Reiseverband teilte mit, man sehe im Moment keine großen Veränderungen beim Griechenlandurlaub.

Das deutsche Außenministerium hat in seine Reisehinweise für Griechenland nur den Hinweise aufgenommen, dass Reisende ausreichend Bargeld mitnehmen sollten.

Ähnliche Hinweise gibt das Außenministerium in Österreich.

Dagegen warnt das schweizerische Aussendepartement vor allem vor Streiks und Kundgebungen, samt möglichen Gewaltausbrüchen und Zusammenstößen.