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Hund trifft Hund im Museum

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Hund trifft Hund im Museum

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Freier Eintritt für Hunde im Berliner Kupferstichkabinett

Ein Schild mit einem durchgestrichenen Hund klebt an der Tür zum Berliner Kupferstichkabinett. Doch derzeit ist es ausnahmsweise überflüssig.

Meinung

Die Hunde waren völlig entspannt

In dem Museum hängen Hunde an der Wand, gemalt von Künstlern wie Rembrandt, Dürer und Dix, und durch die Gänge wuseln ebenfalls Hunde, fröhlich, mit kunstaffinen Herrchen und Frauchen.

Eine Ausstellung über Hunde in der Kunstgeschichte muss man auch mit Hunden besuchen können, dachten sich die Verantwortlichen. Deshalb hat “Wir kommen auf den Hund” an ausgewählten Tagen auch für lebende Exemplare der Spezies geöffnet.

“Ich habe das zum ersten Mal gemacht”, sagt Co-Kuratorin Lydia Rosía Dorn, die eine Führung mit Hunden geleitet hat. “Die Hunde waren ein bisschen aufgeregt, aber keiner hat gebellt, alle waren völlig entspannt. Auch die Besucher, ganz tolle Leute, sehr interessiert an dem Thema, an den Hunden.”

Hundekot auf Bibelmotiv

Der Hund begleitet den Menschen seit mehreren zehntausend Jahren. Wie lange genau, darüber streiten sich Wissenschaftler noch. In der Kunst ist die Präsenz des Hundes eindeutiger datierbar: In höfischen Jagdszenen findet man schon lange Hunde. Die Jagd, so interpretieren es die Kunstgelehrten, ist in der Kunst ein Symbol für die Unterwerfung der Natur – eine Deutung, die auch auf den Hund zutreffen könnte.

In der Ausstellung sieht man ihn als treuen Freund und als Lastentier. Künstler setzten ihn sogar neben Adam und Eva ins Paradies. Und Rembrandt malte einen kotenden Köter in eine Bibelszene.

“Wir kommen auf den Hund” läuft noch bis 20. September im Kupferstichkabinett Berlin. An sechs Abenden im August und September ist außerdem für Hunde mit maximal 40 Zentimetern Schulterhöhe geöffnet.

Weitere Informationen

Zeitplan für Hundeführungen