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Portugal: Geprellte Bankkunden verlangen Ersparnisse zurück

In Lissabon haben mehrere hundert Kunden der vom Staat geretteten Banco Espirito Santo ihr Geld zurückverlangt. Sie werfen der Bank vor, ihnen

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Portugal: Geprellte Bankkunden verlangen Ersparnisse zurück

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In Lissabon haben mehrere hundert Kunden der vom Staat geretteten Banco Espirito Santo ihr Geld zurückverlangt. Sie werfen der Bank vor, ihnen Schuldverschreibungen der Muttergesellschaft – der inzwischen insolventen Familienholding der Espirito Santo Eignerfamilie – aufgeschwatzt zu haben. Die portugiesische Notenbank hat den geprellten Kunden eine zumindest teilweise Entschädigung versprochen.

“Im Januar haben sie gesagt, bis März werde das Problem gelöst, sie versprachen, uns auch die Zinsen zu zahlen, aber bislang haben sie nicht einmal unser Geld zurückgezahlt. Diese Leute sind nicht aufrichtig”, klagt Manuel Rocha.

“Ich glaube denen nichts mehr. Mein Man hat ihnen bis jetzt geglaubt, aber ich glaube ihnen nicht mehr”, meint eine Kundin.

Viele der Kunden sind Gastarbeiter, die ihre Lebensersparnisse in den Schuldverschreibungen angelegt haben, in dem Glauben, es handele sich um langfristige Spareinlagen bei der Bank.

Vor einem Jahr hatte der Staat den Banco Espirito Santo mit 4,9 Milliarden Euro rekapitalisiert und in eine Bad Bank und den Novo Βanco aufgespalten. Die Schuldverschreibungen blieben bei der Bad Bank, die abgewickelt wird. Der Novo Βanco soll privatisiert werden.