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Jemen: Huthi-Rebellen im Süden in der Defensive

Die von Saudi-Arabien geführte Militärallianz hat im Jemen Luftangriffe nahe der Provinzhauptstadt Sindschibar im Südosten des Bürgerkriegslandes

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Jemen: Huthi-Rebellen im Süden in der Defensive

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Die von Saudi-Arabien geführte Militärallianz hat im Jemen Luftangriffe nahe der Provinzhauptstadt Sindschibar im Südosten des Bürgerkriegslandes geflogen. Damit hilft die Allianz den Gegnern der aufständischen Huthi-Rebellen.

Meinung

Die Kapazitäten der Krankenhäuser sind überschritten.

Sindschibar, das umkämpfte Zentrum der Provinz Abijan, wurde am Sonntag vollständig von den regimetreuen Milizen eingenommen. Seit Mitte Juli sind die Huthi-Rebellen im Süden des Jemens bereits in der Defensive.

Unter Vermittlung des Roten Kreuzes haben die Huthi außerdem erneut mehrere Gefangene freigelassen und in die Obhut des Roten Kreuzes übergeben. Die Organisation “Ärzte ohne Grenzen” warnte unterdessen, dass die Kapazitäten der Krankenhäuser überschritten seien. Auch stehe nicht genügend geschultes Personal zur Verfügung, um die vielen verletzten Kämpfer und Zivilisten zu versorgen. Eine Medizinerin von “Ärzte ohne Grenzen” sagt: “Einige mussten stundenlang warten, bevor man ihnen half. Einige starben, weil für sie jede Hilfe zu spät kam. Wir bräuchten hier viel mehr Mitarbeiter, die Erste Hilfe leisten können. Sofort zu helfen, ist ganz wichtig.”

Im Jemen haben sich an geschützteren Orten wie etwa in Amran außerhalb von Sanaa Flüchtlingslager gebildet, wo Menschen aus den umkämpften Städten hingeflohen sind und Zelte aufgestellt haben. Im Jemen kämpfen Huthis mit ihren Verbündeten gegen Anhänger des sunnitischen Exilpräsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi, der Ende März nach Riad floh. Seither fliegt das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis regelmäßig Luftangriffe auf Stellungen der Rebellen.