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Dutzende Tote nach Explosionen in chinesischer Hafenanlage

Unglück in Chemielager am Hafen von Tianjin

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Dutzende Tote nach Explosionen in chinesischer Hafenanlage

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Nach zwei schweren Explosionen in einem Hafenlager der chinesischen Hafenstadt Tianjin ist die Zahl der Toten auf mindestens 50 gestiegen. Über 700 Menschen wurden verletzt, Dutzende von ihnen sind in einem kritischen Zustand. Tianjin liegt etwa 200 Kilometer südöstlich der chinesischen Hauptstadt Peking.

Unter den Toten sollen mindestens zwölf Feuerwehrleute sein. Sie hatten am Mittwochabend mit anderen Einsatzkräften begonnen, den Brand in einem Hafenlager für Chemikalien zu löschen, als es zu den zwei schweren Explosionen kam. Dutzende galten am Morgen noch als vermisst.

“Als wir in Peking von der Explosion hörten, sind wir sofort hergefahren um ihn zu suchen”, so der Bruder einer der vermissten Feuerwehrmänner. “Bis jetzt haben wir ihn nicht gefunden. Wir haben gehört, dass sieben Löschzüge ausgerückt waren und viele Feuerwehrleute gestorben sind. Wir machen uns große Sorgen.”

Die Wucht der Explosionen war enorm. Die Druckwellen ließen noch in zwei Kilometern Entfernung Scheiben zerbersten. Auch die Erdbebenwarte registrierte die Explosionen. Laut den Seismologen habe die zweite der Wucht von etwa 21 Tonnen TNT entsprochen.

Auch die über 12 Millionen Einwohner des Verwaltungsgebietes sind besorgt. “Wir wissen nicht, welche Chemikalien da in der Luft sind”, sagte ein Anwohner der Hafenanlage. “Wir sorgen uns, dass sie giftig sind und noch einen Weile schädigend sein könnten.”