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Börsen in Asien weiterhin auf Kellerkurs

Die Märkte in Asien sind zum Wochenauftakt tief in den Keller gerutscht. Die Furcht, das Wachstum in China könne einbrechen, hat die Börsen weiter

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Börsen in Asien weiterhin auf Kellerkurs

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Die Märkte in Asien sind zum Wochenauftakt tief in den Keller gerutscht. Die Furcht, das Wachstum in China könne einbrechen, hat die Börsen weiter fest im Griff, die Händler können ihre Papiere nicht schnell genug loswerden. Hongkong mehr als minus 4 Prozent, Shanghai minus 8,5 Prozent, Tokio minus 4,6 Prozent: Die Verluste damit so hoch, wie seit Monaten oder sogar Jahren nicht mehr.

Eine chinesische Kleinanlegerin: “Wie können die Märkte täglich derart fallen? Seit fünf Tagen geht es abwärts, von einer Aufwärtsbewegung keine Spur. Dabei sollten die Märkte nach einem Kursrutsch wieder steigen. Aber nur Kursrückgänge ohne steigende Kurse? So wollen wir nicht investieren. Was wir verdienen, wird komplett vom Markt geschluckt.”

Schon vergangene Woche hatte die Sorge um das chinesische Wachstum die Börsen Asiens belastet. Auch die Ankündigung Pekings, chinesische Pensionsfonds dürften an der Börse investieren, sorgte für keine Besserung.

Die Schockwellen aus Asien haben unterdessen auch Europa erreicht: der Dax in Frankfurt verlor zum Handelsauftakt mehr als drei Prozent und rutschte unter die Marke von 10.000 Punkten. Das letzte Mal war er im Januar vierstellig.

Der Euro profitierte vom Kurssturz. Die Angst vor einer Konjunkturflaute in China verstärkt am Devisenmarkt die Spekulationen darüber, dass in den USA eine Zinserhöhung erneut verschoben werden könnte. Das belastet den Dollar und verleiht dem Euro Schwingen. Am frühen Montagmorgen stieg er auf bis zu 1,1499 Dollar, und damit auf den höchsten Stand seit Anfang Februar.