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Neuer Andrang auf "Balkan-Route"

Brennpunkt ungarisch-serbische Grenze. Auch am Freitag ist der Strom von Flüchtlingen nicht abgerissen, die trotz der Errichtung von Zäunen und

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Neuer Andrang auf "Balkan-Route"

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Brennpunkt ungarisch-serbische Grenze. Auch am Freitag ist der Strom von Flüchtlingen nicht abgerissen, die trotz der Errichtung von Zäunen und anderen Sperranlagen über die grüne Grenze nach Ungarn drängen.

Am Donnerstag hatte die Regierung in Budapest angekündigt, die Polizei werde an der Grenze künftig auch Wasserwerfer und Schlagstöcke einsetzen.

Für eine Unterstützung durch die Armee will die Regierung in der kommenden Woche die rechtlichen Voraussetzungen schaffen.

Laut Medienberichten wendet die Polizei bislang keine Gewalt gegen Flüchtlinge an, wenn diese sich den Anordnungen der Beamten nicht widersetzen.

Ungarn bereitet sich auf tausende weitere Flüchtlinge vor

Der Zaun zwischen Ungarn und Serbien wird nach seiner Fertigstellung 175 Kilometer umfassen.

Die Zahl der Flüchtenden wächst:

Waren es in der ersten Hälfte 2014 monatlich weniger als 1.000 Asylsuchende auf der “Balkan-Route”, registrierte die EU-Grenzschutzbehörde Frontex dort im 1. Quartal des laufenden Jahres knapp 33.000 Migranten.

Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) sagte, es sei beschämend, dass Griechenland als EU-Land die Flüchtlinge einfach ins
benachbarte Nicht-EU-Land Mazedonien durchwinke.

Auch in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien (FYROM) bereiteten am Freitag zahlreiche Menschen ihre Weiterfahrt in Richtung Serbien und Ungarn vor.

Gestern im Grenzgebiet zwischen Mazedonien (FYROM) und Griechenland

Zurzeit kommen nach Angaben der deutschen Bundespolizei täglich 750 bis 800 Flüchtlinge über den Landweg von Griechenland über Mazedonien und
Serbien nach Ungarn.

Sie stammen demnach vor allem aus Afghanistan, Syrien und dem Irak, vereinzelt auch aus Pakistan und Eritrea.