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Die Astronauten-Akademie: "Alles schwebt!"

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Die Astronauten-Akademie: "Alles schwebt!"

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Die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti ist vor kurzem von einem 200 Tage langen Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation,

Die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti ist vor kurzem von einem 200 Tage langen Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation, ISS, zurückgekehrt. Euronews hat Sie verraten, wie es war, im Weltall zu leben. “Im Weltall zu sein und zu arbeiten ist eine Herausforderung, denn alles schwebt. Das macht natürlich viel Spaß, aber man muss sich erst daran gewöhnen,” so Cristoforetti.

Meinung

Ich habe mich einfach abgestoßen und bin dort gelandet, wo ich hinwollte

Wie jemand, der eine neue Wohnung bezieht, müssen die Astronauten sich erst einmal in ihrem neuen Zuhause, der ISS, orientieren. Hinzukommt, dass sie ständig schweben. Das ist nicht immer einfach. Cristoforetti erzählt: “Am Anfang habe ich leicht die Orientierung verloren. Ich habe mich nicht verzweifelt gefragt, wo unten und oben ist. Aber manchmal kam ich aus einem Modul und habe kurz innegehalten, um herauszufinden, in welche Richtung ich gehen muss, um dorthin zu gelangen, wo ich hinwollte.

Viele Astronauten fühlen sich während der ersten Tage im All etwas unwohl. Nicht nur wegen der Schwerelosigkeit, sondern auch, weil sie in dieser eingeschränkten Umgebung noch keine Referenzpunkte haben. Cristoforetti war am Anfang sehr vorsichtig und hielt sich immer fest.

Es gibt überall kleine Geländer. Die Astronauten halten sich daran mit ihren Händen fest, aber auch mit ihren Füßen, um während ihrer Arbeit Halt zu haben. Doch am meisten sind Hände und Arme gefragt, wenn man vorankommen will. Cristoforetti meint lachend, dass man im Weltall auf den Händen laufen würde, ähnlich wie Affen.

Nach einer gewissen Zeit genoss sie die Schwerelosigkeit: “Ich konnte mich mit meinem Körper besser in diesem dreidimensionalen Raum bewegen. Ich habe mich einfach abgestoßen und bin dort gelandet, wo ich hinwollte.”

Samantha Cristoforetti

Samantha flog am 23. November 2014 zur ISS für eine sechs Monate lange Mission. Sie ist Kapitän in der italienischen Luftwaffe. Sie hat am Steuer von sechs verschiedenen Militärflugzeugen mehr als 500 Flugstunden absolviert. Samantha ist 1977 im italiensichen Mailand geboren. Sie verbrachte ein Jahr als Austauschschülerin in den USA bevor sie an der Technischen Universität in München einen Master in Maschinenbau machte. In ihrer Freizeit geht sie gerne wandern. Auch Tauchen und Yoga gehören zu ihren Hobbys.