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Papst Franziskus fordert vor US-Kongress Ende des Waffenhandels

Papst Franziskus hat in seiner historischen Rede vor dem US-Kongress mit scharfen Worten Waffenlieferungen und die Todesstrafe kritisiert. Vor dem

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Papst Franziskus fordert vor US-Kongress Ende des Waffenhandels

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Papst Franziskus hat in seiner historischen Rede vor dem US-Kongress mit scharfen Worten Waffenlieferungen und die Todesstrafe kritisiert. Vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise sowie der Einwanderungsdebatte in den USA forderte er eine “menschliche, gerechte und brüderliche” Reaktion.

Es war das erste Mal, dass ein katholisches Kirchenoberhaupt vor dem US-Kongress sprach. Nachdem er mit langem Applaus empfangen wurde, trug der Argentinier seine 50-minütige Rede auf Englisch vor.

“Wir, die Menschen dieses [amerikanischen] Kontinents, fürchten uns nicht vor Fremden, weil die meisten von uns einst selbst Fremde waren”, sagte Franziskus. Und: “Beim Aufbau einer Nation sind wir aufgefordert, ständig mit anderen in Beziehung zu treten und statt einer feindseligen Haltung eine der gegenseitigen Unterordnung einzunehmen.” Immer wieder verknüpfte Franziskus seine Rede mit der Geschichte der USA und bekam dafür regelmäßig Beifall.

Franziskus forderte außerdem ein Ende des Waffenhandels. Der Export von Waffen an Akteure, die damit Einzelnen und Gesellschaften unsägliches Leid zufügten, geschehe des Geldes wegen. Auch an anderer Stelle brachte der Papst sanfte Kapitalismuskritik an und sprach von Formen moderner Sklaverei.

Die Rede wurde für zehntausende Zuhörer auf dem Platz vor dem Kapitol auf Leinwänden übertragen.