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Naher Osten: Sorge um Flugsicherheit wegen russischer Langstreckenraketen

Verschiedene Luftfahrtorganisationen und Fluglinien machen sich Sorgen wegen der Langstrecken-Raketen, die Russland vom Kaspischen Meer aus auf Ziele

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Naher Osten: Sorge um Flugsicherheit wegen russischer Langstreckenraketen

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Verschiedene Luftfahrtorganisationen und Fluglinien machen sich Sorgen wegen der Langstrecken-Raketen, die Russland vom Kaspischen Meer aus auf Ziele in Syrien feuert. Das berichtet unter anderem die deutsche Zeitung Die Welt. Die Marschflugkörper fliegen von Russland aus gut 1500 Kilometer weit über den Iran und den Irak nach Syrien, wie diese russische Anmimation zeigt.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit veröffentlichte inzwischen Sicherheitshinweise für die betroffenen Lufträume. Eine konkrete Warnung äußerte sie vorläufig nicht. Die Raketen flögen unterhalb der normalen Reiseflughöhe von Passagiermaschinen, so die EASA. Meist sind Marschflugkörper in wenigen hundert Metern Höhe unterwegs, um vom gegnerischen Radar nicht bemerkt zu werden. Zivile Flugzeuge fliegen dagegen im Reiseflug um die 10.000 Meter hoch.

Laut der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO sind einige Airlines bereits auf Alternativrouten ausgewichen, verstärkt überfliegen sie auf dem Weg nach Asien nun Saudi-Arabien statt des Irans. Der Großteil allerdings bleibt bei den gewohnten Routen.

Die Region im Nahen Osten gehört zu den wichtigsten Flugwegen der Welt, was vor allem an den großen Drehkreuzen am Persischen Golf liegt. Russland ist seit Ende September militärisch in Syrien aktiv, vor wenigen Tagen schickte Moskau zum ersten Mal Marschflugkörper vom Kaspischen Meer aus ins Bürgerkriegsland. Russland unterstützt den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Der Flug über Kriegs- und Krisengebiete ist gefährlich, wie etwa der Fall des Malaysia-Airlines-Flugs MH17 zeigt. Die Boeing 777 wurde über dem umkämpften Osten der Ukraine von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Alle 298 Menschen an Bord kamen ums Leben, die meisten waren Niederländer. Am kommenden Dienstag will die niederländische Sicherheitsbehörde ihren Abschlussbericht veröffentlichen.