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Syrien-Konferenz in Wien: Teilnehmer hoffen auf politische Fortschritte

Vor der internationalen Syrien-Konferenz wurden in Wien vorab erste Einzelgespräche zu einer politischen Lösung für das Bürgerkriegsland geführt

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Syrien-Konferenz in Wien: Teilnehmer hoffen auf politische Fortschritte

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Vor der internationalen Syrien-Konferenz wurden in Wien vorab erste Einzelgespräche zu einer politischen Lösung für das Bürgerkriegsland geführt. Unter den rund 20 Ländern, die sich an den Verhandlungen beteiligen werden, ist neben den USA und Russland zum ersten Mal auch der Iran. Sowohl Moskau als auch Teheran gelten als Verbündete des Assad-Regimes.

Irans Außenminister Mohammad Dschawad Zarif erklärte: “Eine Lösung für Syrien muss für alle Parteien tragbar sein. Das gilt in Hinsicht auf innenpolitische Fragen, den Kampf gegen Terrorismus und die Anerkennung der Regierung in Syrien. Es muss respektiert werden, dass das syrische Volk ein Recht hat, sein Schicksal selbst zu entscheiden”.

Auch Russland plädiert dafür, die Zukunft Assads durch Wahlen in Syrien entscheiden zu lassen. Die USA und ihre Verbündeten drängen dagegen auf eine Ablösung Assads. Während der deutsche Außenminister Erwartungen auf einen Durchbruch dämpfte, unterstrich die EU-Außenbeautragte Federica Mogherini die Symbolkraft der Gespräche: “Ich denke, es ist bereits ein wichtiger Kompromiss und ein wichtiges Engagement derjenigen, die sich hier heute Nacht und morgen an einen Tisch setzen. Das ist schon ein bedeutender Ausgangspunkt. Noch vor einer Woche wäre das schwer vorstellbar gewesen”.

Am Verhandlungstisch werden neben Russland, den USA und dem Iran unter anderem auch Spitzendiplomaten aus China, Frankreich, Großbritannien, der Türkei, Ägypten und Saudi-Arabien sitzen. Die syrische Seite ist bei den Verhandlungen in Wien nicht vertreten.

In dem seit mehr als vier Jahren andauernden Konflikt sind mehr als 250.000 Menschen getötet worden, mehrere Millionen haben ihre Heimat verlassen.