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Guantanamo: USA lassen letzten britischen Inhaftierten frei

Die USA haben den letzten britischen Inhaftierten aus dem Gefangenenlager Guantanamo-Bay entlassen. Premierminister David Cameron hatte sich

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Guantanamo: USA lassen letzten britischen Inhaftierten frei

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Die USA haben den letzten britischen Inhaftierten aus dem Gefangenenlager Guantanamo-Bay entlassen. Premierminister David Cameron hatte sich persönlich für die Freilassung des aus Saudi-Arabien stammenden Shaker Aamer eingesetzt. Laut dem britischen Außenministerium befindet sich der vierfache Vater nun auf dem Weg zu seiner in Großbritannien lebenden Familie.

Ammer war 2001 in Afghanistan festgenommen worden, wo er nach eigenen Angaben für eine islamische Hilfsorganisation arbeitete. Die USA warfen Aamer vor, die Terrororganisation Al-Qaida zu unterstützen, fanden jedoch nur ungenügende Beweise für eine Anklage und ließen die Vorwürfe deshalb schon 2007 fallen. Die USA

Nach den Terroranschlägen vom 11. September waren in Guantánamo Bay zeitweise rund 800 Personen interniert. Derzeit sind es nach US-Angaben noch immer mehr als 100 Gefangene.

Der US-Kongress hat der eigentlichen parteiübergreifend angekündigten Schließung hohe Sicherheitsauflagen für die verbleibenden Terrorverdächtigen in den Weg gestellt, die US-Präsident Barack Obama allerdings auch unterzeichnete und nicht mit seinem Veto belegte. In Rede im März sagte Obama, er hätte das Lager im Rückblick sofort nach seinem Einzug ins Weiße Haus auflösen sollen, als die politischen Umstände noch gewogener gewesen seien.