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Vorwurf der Steuerhinterziehung auf FIFA-Zahlung: DFB-Zentrale durchsucht

Die Staatsanwaltschaft hat den Sitz des Deutschen Fußballbunds in Frankfurt am Main durchsucht; sie ermittelt wegen Verdachts auf

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Vorwurf der Steuerhinterziehung auf FIFA-Zahlung: DFB-Zentrale durchsucht

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Die Staatsanwaltschaft hat den Sitz des Deutschen Fußballbunds in Frankfurt am Main durchsucht; sie ermittelt wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung.

Ebenso durchsucht wurden die Wohnungen der jetzigen und einstigen DFB-Spitzenvertreter Wolfgang Niersbach, Theo Zwanziger und Horst Schmidt.

“Keine schwarzen Kassen”: Niersbachs Erklärung vor der Presse am 22. Oktober 2015

Es geht um die zehn Millionen Schweizer Franken – oder damals 6,7 Millionen Euro -, die der DFB 2005 an den Weltverband FIFA überwies.

Sinn und Zweck dieser Summe sind ebenso ungeklärt wie der Verbleib.

Zwanziger zufolge hat alles zu tun mit einer schwarzen Kasse “in der deutschen Bewerbung” um die Fußballweltmeisterschaft 2006. Der DFB bestreitet, dass es so eine schwarze Kasse – und damit möglicherweise einen Stimmenkauf – gab.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt nun aber lediglich, weil das Geld als Betriebsausgabe erklärt wurde, die Steuer für den DFB also verringerte. Stattdessen hätte der Verband aber Steuern zahlen müssen, und zwar “in erheblicher Höhe”.

Weitere mögliche Vorwürfe wie Untreue oder Bestechung seien verjährt.

Der DFB kündigt an, er wolle mit den Ermittlern zusammenarbeiten und weist darauf hin, der Verband selber werde in dem Verfahren nicht beschuldigt.