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UN-Sondergesandter drängt auf rasche Verhandlungen mit syrischen Kriegsparteien

Der UN-Sondergesandte für Syrien Staffan de Mistura hat Regierung und Opposition in Syrien zu raschen Verhandlungen aufgerufen. Nach einem Treffen

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UN-Sondergesandter drängt auf rasche Verhandlungen mit syrischen Kriegsparteien

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Der UN-Sondergesandte für Syrien Staffan de Mistura hat Regierung und Opposition in Syrien zu raschen Verhandlungen aufgerufen. Nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow in Moskau sagte de Mistura, dass die Vereinten Nationen bereit seien, Gespräche zur Beilegung des Konflikts in Genf zu organisieren. “Ich denke die Regionalmächte und die internationale Staatengemeinschaft können helfen, sowohl die Regierung als auch die Opposition schnell an einen Tisch zu bringen und über die Punkte, auf die wir uns in Wien geeinigt haben, zu diskutieren”.

Lawrow drängte auf eine Einstufung der Bürgerkriegsparteien noch vor der nächsten Syrien-Konferenz: “Auf zwei Listen muss man sich einigen: Zum einen müssen die Terrororganisationen identifiziert werden, für die eine mögliche Waffenruhe nicht gelten soll. Außerdem muss eine Liste von Oppositionsverbänden gemacht werden, die zu Verhandlungen mit der syrischen Regierung unter UN-Aufsicht und unter Koordination des UN-Generalsekretärs bereit wären”, sagte Lawrow bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. Über Wege, wie eine gemeinsame Delegation der syrischen Opposition gefunden werden kann, darüber sprach er mit US-Außenminister John Kerry am Telefon.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg warf Russland vor, nicht die IS-Miliz sondern vor allem die gemäßigte Opposition in Syrien zu bekämpfen. Ein ranghoher US-Diplomat sagte, 80 bis 90 Prozent der russischen Luftangriffe hätten die gemäßigte syrische Opposition getroffen.